DAS GANZ NORMALE VERHALTEN DER ÖSTERREICHER:
Im Garten

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DAS GANZ NORMALE VERHALTEN DER ÖSTERREICHER:
Im Garten
43 min., ORF 2006
Ein Film von Kurt Langbein und Maximilian Stelzle
Deutsche Version verfügbar

Kaum ein Lebensraum hat sich im Lauf der letzten Jahrzehnte mehr gewandelt als der eigene Garten. Der einstige Nutzgarten, in dem Gemüse für den Lebensunterhalt gezüchtet und Hühner gehalten wurden, ist längst zum Luxusobjekt geworden, das bestimmte Bedürfnisse erfüllen soll. Dort wo noch immer Lebensmittel angebaut werden, dient dies heute eher dem Wunsch „etwas Eigenes“ zu haben: Nahrungsmittel, die nicht so leicht erhältlich sind, die sicher biologisch oder auf Grund ihres Geschmackes einzigartig sind. Gartenarbeit – das Wühlen im Boden – dient der „Erdung“ – als Ausgleich zum „Hirnjob“ im Büro.
Die Dokumentation gibt unterhaltsame und sensible Einblicke in diese Lebenswelten. Wir beobachten eine Familie, die sich den Traum vom Bio-Schwimmteich erfüllt und mitzittert, ob zuerst die sündteure Folie reißt oder das Ökosystem kippt. Wir sind dabei, wenn in der Schrebergarten-Anlage Begehung ist. Und der gestrenge Obmann seinen Mitgliedern die Leviten liest, wenn die Laubhaufen noch immer rumliegen, die Hecke nicht geschnitten ist, oder der Lärm der spielenen Kinder unerträglich wird. Wir begleiten einen Gärtner, der an einem Tag vor der Aufgabe steht, der Schneckenplage Herr zu werden – und am nächsten Tag den Abhang mit Koniferen bepflanzen soll, die ihm seit jeher ein Dorn im Auge sind...